Freitag, 23.06.2017
 
Bickel Folientechnik GmbH, Inzenhof 173, A-7540 Güssing, Telefon +43(0)3322/44677, Fax +43(0)3322/44677-33E-mail an bickel@folientechnik.net
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VdS-anerkannt in Verbindung mit Folien aus dem PROFILON®-Programm.

 

Glasbruchmelder für Sicherheitsfolien



Dieser von HAVERKAMP angebotene passive Glasbruchmelder mit Einzelidentifizierung wird direkt auf die Glasscheibe geklebt und dient der Überwachung auf Bruch. Dazu wird zuvor in der Sicherheitsfolie eine runde und optisch unauffällige Ausstanzung vorgenommen.

Beim Bruch einer Glasscheibe werden mechanische Schwingungen erzeugt, deren Frequenzspektrum vom hörbaren Bereich bis über 150 kHz reicht. Körperschallfrequenzen, die beim Beklopfen der Scheiben entstehen oder durch Umweltgeräusche auf die Scheibe einwirken, sind dagegen sehr niederfrequent.
Die mechanischen Schwingungen der Scheibe werden in eine elektrische Wechselspannung umgewandelt. Eine Filterschaltung unterdrückt niederfrequente Schwingungen unter 60 kHz. Somit werden nur die Schallwellen ausgewertet, deren Frequenz über der Bandbreite der Körperschallfrequenzen liegt. Überschreitet die Amplitude den Schwellwert der Auswerteschaltung, so kippt die Schaltung des Melders in den Alarmzustand und die LED wird hellgesteuert. Dieser Zustand bleibt bis zur manuellen Rückstellung des Melders erhalten.

Der Glasbruchmelder kann an alle Einbruchmeldezentralen angeschlossen werden, deren Differential-Meldergruppen durch den Strom eines ausgelösten Melders hinreichend verstimmt werden. Bei einer Meldergruppenspannung von 6 V beträgt die Stromaufnahme eines ausgelösten Melders ca. 3,5 mA. Der Anschluß erfolgt in 4-Draht-Technik.

Der Glasbruchmelder ist in modernster SMD-Technik aufgebaut, vollständig vergossen und entspricht den VdS-Richtlinien der Klasse B. Falls die Meldergruppen Ihrer Einbruchmeldeanlage das Anschalten der Glasbruchmelder nicht zulassen, bieten wir Ihnen gern ein Relais-Interface an.

Funktion
Der Melder benötigt keine eigene Stromversorgung. Er wird mit der Spannung und im ausgelösten Zustand mit dem Strom der Meldergruppe betrieben. Sein Ruhestrom liegt unter 1 µA. Ist das Auslösekriterium in Frequenz und Amplitudengröße erreicht, wird im Melder ein Speicher gesetzt. Zusätzlich wird die LED zur Einzelidentifizierung angesteuert. Die erhöhte Stromaufnahme des Melders bewirkt nun eine Verstimmung der Meldergruppe. Bei Zerstörung der LED (z.B. durch anbohren im Sabotagefall) sorgt eine Zusatzschaltung für den sicheren Erhalt der Sensorfunktion. Der gespeicherte Alarmzustand des Sensors lässt sich durch die kurzzeitige Wegnahme der Meldergruppenspannung rücksetzen (Kurzschließen oder Auftrennen der Meldergruppe). Wichtig: Der Glasbruchmelder ist gegen Schlag und Stoß empfindlich.

Projektierung
Der Glasbruchmelder überwacht glatte Glasflächen innerhalb eines Radius von max. 2 m. Der Überwachungsradius ist abhängig von:
a) der Scheibenstärke
b) dem Alterungszustand der Scheibe
c) der Scheibenrahmung (Metall, Kunststoff, Holz)
d) der Scheibenkittung (Glaskitt, Silicon)

Werden mehrere Glasbruchmelder zu einer Meldergruppe zusammengefasst, ist die Anzahl auf 20 Melder pro Gruppe begrenzt (VdS-Richtlinie). Um ein eventuelles Ablösen des Melders zu erkennen, muss er in waagerechter Lage auf die Scheibe geklebt werden. Das Gehäuse ist so beschaffen, daß der Melder anschlussfertig am Fensterrahmen geklebt werden kann. Damit das Ablösen des Melders deutlicher erkannt wird, sollte jedoch ein Mindestabstand von 5 mm eingehalten werden. Auf der Längsseite muss der Abstand zum Rahmen mindestens 20 mm betragen.

Es ist darauf zu achten, daß sich die Glasscheibe in einwandfreiem Zustand befindet, keine Sprünge aufweist (Gefahr von Fehlmeldungen) und ordnungsgemäß eingekittet ist. Der Melder darf auf Erstscheiben nicht im Handbereich montiert werden.

Glasbruchmelder (passiv) GBM 01
VdS-Anerkennungs-Nummer: G 193522
Farbausführung: in weiß und braun



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